Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Sachsen-Anhalt
Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Sachsen-Anhalt

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WIR WÜNSCHEN IHNEN 

EIN GLÜCKLICHES, ERFOLGREICHES NEUES JAHR !!!!!!

Afrikanische Schweinepest breitet sich aus

 

Wöchentlich erreichen uns Meldungen, dass sich die afrikanische Schweinepest in unseren östlichen Nachbarländern mehr oder weniger rasant ausbreitet.

Das ist gefährlich, da es bisher keinen wirksamen Impfstoff gegen die Seuche gibt. Dieser Tatsache geschuldet bangen die Schweinehalter um ihre Bestände.

Nicht nachzuvollziehen sind allerdings die vielen kontroversen Diskussionen in Bezug auf eine notwendige Reduzierung der Schwarzwildbestände.

Es gibt Schuldzuweisungen mit unterschiedlichsten Aussagen bis hin zum Anzweifeln dieser Reduzierung.

Viele Besserwisser melden sich zu Wort. Tatsache ist jedoch, dass die Populationsdynamik des Schwarzwildes unabhängig von Anbaustrukturen in der Landwirtschaft, von zunehmenden Schlaggrößen in den alten und jungen Bundesländern zugenommen hat. Die Ursachen für den Populationsdruck sind vielschichtig. Gegebenheiten sind unter anderem:

 

  • die Fruchtfolgen haben sich geändert
  • Raps und Mais haben im Anbauumfang zugenommen
  • Mehr Unruhe im Wald durch zunehmenden Tourismus
  • Milde Winter und daher wenig Frischlingsverluste

 

Es ist zu verzeichnen, dass die Populationsstruktur völlig aus den „Fugen“ geraten ist.

Viele Bachen frischen zweimal im Jahr und Frischlingsbachen werden mit 25kg schon beschlagen.

Diesen Tatsachen geschuldet ist eine intensive Bejagung ganzjährig des Gebot der Stunde.

Bis auf führende Bachen ist das Schwarzwild ganzjährig intensiv zu bejagen.

Revierübergreifende Bewegungsjagden sind notwendig. Das erfordert jedoch einen höheren Organisationsaufwand und ein unvoreingenommenes Herangehen durch die Revierinhaber.

Es müssen auch Anreize für die Jäger geschaffen werden wie z.B.:

 

  • Erlaubnis von Nachtsichtgeräten
  • Übernahme der Kosten für die Trichinenschau
  • Abschussprämien
  • Neue Vermarktungsstrategien für erlegtes Schwarzwild (Jagdausübungsberechtigte und Wildhändler dürfen nicht allein gelassen werden)

 

 

Der Seuchenschutz in den Hausschweinbeständen muss zwingend aktualisiert und der gefährlichen Situation angepasst werden.

Wir halten es für richtig, dass die Öffentlichkeit ständig sachlich über die Situation informiert wird. Eine solche Aufklärung, ohne in Panik zu verfallen, ist notwendig.

Besonnenheit und ein koordiniertes Vorgehen zur Reduzierung der Schwarzwildbestände ist das Gebot der Stunde.

 

Halberstadt, 16.Januar 2018

 

i.A. des Vorstandes der AG der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer S-A

 

        K.-F. Kaufmann

        Vorsitzender

 

 

 

Ausstellung im Schlossmuseum Ballenstedt

Taschenkarte Wolfsspuren (Download)

Taschenkarte Wolfsspuren
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Unser Standpunkt zur geltenden Wildschadensregelung

Im Jahr 2017 mussten wir feststellen (allerdings regional unterschiedlich), dass die Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft zugenommen haben. Ursachen dafür sind die großen Flächeneinheiten in der Landwirtschaft, einseitige Fruchtfolgen, die Bildung von Angstrudeln bei Rot- und Muffelwild durch das massierte Auftreten von Wolf und Luchs.

 

Diesen Tatsachen geschuldet, muss die bestehende Wildschadensregelung auf den Prüfstand. Die Jagdpächter können nicht einseitig zur Kasse gebeten werden und die bestehende Toleranz der Landwirte bei der Regulierung der Wildschäden kann nicht überstrapaziert werden. Vom Gesetzgeber fordern wir eine umfassende Diskussion, wie die Lastenverteilung bei der Regulierung von Wildschäden zukünftig zu regeln ist.

 

Wir brauchen dringend eine starke Jägerschaft vor Ort, um die Maßnahmen zur Verhütung von Schäden, welche durch das massive Auftreten von Schalenwild verursacht werden, umzusetzen und sich verstärkt bei der Bejagung von Raubwild und Raubzeug einzusetzen. Nach unserer Auffassung ist u.a. das Schwarzwild in den Herbst- und Wintermonaten in den Waldrevieren wirkungsvoller zu bejagen, da die milden Winter mit dazu beitragen, dass die Populationsdynamik bei Schwarzwild weiter zunimmt.

 

Wir empfehlen, über eine revierübergreifende Schwarzwildbejagung durch Bewegungsjagden nachzudenken. In Bayern wird in vielen Revieren diese Jagdmethode unabhängig von verschiedenen Eigentumsstrukturen mit Erfolg praktiziert. Bei diesen Jagden sollten die anderen Schalenwildarten geschont werden. Bei der von uns empfohlenen revierübergreifenden Jagd auf Schwarzwild sind eine gute Organisation und eine unvoreingenommene Zusammenarbeit der Revierinhaber gefragt. Allein die Gefahr der sich weiter ausbreitenden afrikanischen Schweinepest rechtfertigt, über neue Formen der Bewegungsjagden nachzudenken.

 

 

 

gez. K.-F. Kaufmann

i.A. des Vorstandes

 

Halberstadt, 13. September 2017

Unser Standpunkt zur Leitlinie Wolf

Am 27.April 2017 fand im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie mit den Umwelt- und Agrarverbänden die Diskussion zur „Leitlinie Wolf“ statt.

 

Man hatte den Eindruck, dass mit aller Konsequenz die Vorgaben der EU in Bezug auf den Schutz des Wolfes durchgesetzt werden sollen. Zwar hat man sich bemüht, die Anliegen der Bauern- und Tierschutzverbände zu berücksichtigen, jedoch bleiben für unsere Begriffe zu viele Fragen offen.

 

Unser Standpunkt dazu ist folgender:

 

Offensichtlich besitzt man im Ministerium nicht den Mut, gegenüber der EU und den betreffenden Umweltverbänden und -organisationen  gegen das bedingungslose Unterschutzstellen des Wolfes vorzugehen. Aus Sicht des Vorstandes unserer Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer des Landes Sachsen-Anhalt wäre die Landesregierung verpflichtet, den Sorgen der Weidetierhalter und der Bevölkerung des ländlichen Raumes mehr Beachtung zu schenken. Man ist den Wählern vor Ort verpflichtet und nicht einer praxisfremden Bürokratie.

 

Für das Ministerium ist die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes wichtiger, als der bedingungslose Schutz der Weidetierhalter. Die Rolle der Weidetierhaltung als Kernanliegen des Naturschutzes kam viel zu kurz. Man will die EU-Richtlinie (Anhang IV) ohne „wenn und aber“ umsetzen. Der Wolf gehört in den Anhang V der FFH-Richtlinie! Wissenschaftlich belegte Fakten werden ausgeblendet oder angezweifelt. Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht! In Europa ist die Wolfspopulation stabil. Offen bleibt auch die Frage, wer vergütet die Wildschäden, die durch die Bildung sogenannter Angstrudel (Rot-, Dam-und Muffelwild) zunehmend auf landwirtschaftlichen Kulturen und im Forstbereich entstehen?

 

Die erhöhten Kosten, welche den Tierhaltern für Herdenschutzhunde, - z.B. Ausbildung und Betreuung dieser – entstehen, werden nicht erstattet. Die bestehende bürokratische Rechtslage, um einen verunfallten Wolf zu töten, ist durch nichts zu überbieten. Dem Wolf muss eine begrenzte Gebietskulisse zugewiesen werden (Tagebaustandorte, Truppenübungsplätze…) und Einzeltiere, die sich in der Nähe von Wohnsiedlungen aufhalten und permanent Weidetiere aufsuchen, müssen gezielt durch die Jagd entnommen werden können. 

 

Viele schutzbedürftige Mitbürger unserer Gesellschaft müssen sich doch beleidigt fühlen, wenn sie feststellen müssen, mit welch enormen finanziellem Aufwand der nicht gefährdete Wolf hofiert wird.

 

Um nicht falsch verstanden zu werden: Wir sind nicht gegen den Wolf, sind für weitreichenden Tierschutz, für biologische Vielfalt und für einen zeitgemäßen Naturschutz. Der z.Zt. betriebene „Wolfskult“ ist jedoch unangemessen und überzogen.

 

Halberstadt, 8.Mai 2017

Erwartungen unserer BAGJE an die zukünftige Bundesregierung (Download)

Erwartungen unserer BAGJE an die zukünftige Bundesregierung
Erwartungen an die BR 2017.pdf
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Populationsdynamik Wolf - Ausbreitung Luchs in Sachsen-Anhalt

Der Vorstand unserer AG hat sich im Oktober sehr intensiv mit dem Thema Populationsdynamik des Wolfes in Sachsen-Anhalt und mit der Ausbreitung des Luchses befasst.

Wir sind im Ergebnis einer umfassenden Diskussion zu der Auffassung gelangt, dass es im Interesse des Schutzes der Weidetierhalter (Landschaftspflege) und des Erhaltes der Muffeltierbestände im Harz notwendig ist, der Ausbreitung des Wolfes in der Harzregion Einhalt zu gebieten!

Die Weidetierhalter im Einzugsbereich der Jägerschaften Hetstedt, Quedlinburg, Sangerhausen, Wernigerode, Goslar undHalberstadt unternehemen vielfältige Anstrengungen zur Pflege unserer Kulturlandschaft und der Offenhaltung von Landschaftselementen vor der Begrünung mitBaum-,Strauch und Buschwerk. Dem Weidetierhalter ist nicht zuzumuten - und in der Praxis ist es auch gar nicht möglich - seine Tierbeständ vor Wolfsangriffen zu schützen.

U.a. ist der Harz geprägt von durch Weidetierhalter bewirtschafteten  Fluss-und Bachtälern sowie intensiv beweideten Berghängen. Da der Wolf - und das belegen viele wissenschaftliche Studien - in Europa nicht vom Aussterben bedroht ist, muss eine lächendeckende Besiedlung mit Wölfen keinesfalls angestrebt werden.

Neben dem Schutz der Weidetiere geht es aber auch um den Erhalt der Muffelwildpopulation im Harz. Namhafte Wildbiologen fordern den Erhalt des Harzmuffelwildes, welches dort vor etwa hundert Jahren ausgewildert wurde.

Der Luchs hat im letzten Jahrzehnt jedoch einen gewaltigen Beitrag zur erheblichen Reduzierung des Bestandes beigetragen.

Wir meinen, dass es im Interesse der Biodiversität in den Wildbeständen und der vorhandenen hohen Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem Muffelwildgerechtfertigt ist, einem überproportionalen Anstieg der Luchsbestände entgegen zu wirken.

Zr Jahrhundertwende haben sich die Umweltministerien  von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit Unterstützung der Jägerschaften auf eine Populationsstärke von ca. 30 Tieren verständigt. Heute zählen wir über 100 Luchse. Hier muss zwingend regulierend eingegriffen werden.

Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie unsere Initiative unterstützen und für die notwendige Akzeptanz in ihren Jägerschaften und der Bevölkerung werben.

 

Halberstadt, 23.Oktober 2017

 

Regulierung Wolf, Luchs und Biber

Die Jagdgesetzgebung hat in unserer Bundesrepublik eine respektable Geschichte.Wir müssen immer wieder betonen, dass Jagdrecht Eigentumsrecht ist und die Grundlage für Minimierung der Wildschäden und für die Hege eines artenreichen Wildbestandes. Gegenwärtig gibt es doch einige Probleme, die den Jagdverbänden und den Arbeitsgemeinschaften der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer Sorge bereiten. Durch die fortschreitende Urbanisierung wird der ländliche Raum von vielen Mitbewohnern sehr kritisch betrachtet und teilweise auch die Jagd infrage gestellt.

 

Unsere Arbeitsgemeinschaft hat sich immer zu einer großen biologischen Vielfalt in den Jagdgebieten – ob Wald oder Feld – bekannt. Durch die Veränderung der Landbewirtschaftung (weniger Kulturen und größere Schläge) haben sich teilweise die Wildbestände erhöht und die Schäden haben zugenommen. Hase, Fasan und Rebhuhn z.B. haben rapide abgenommen. Demgegenüber steht eine ungesteuerte Ausbreitung z.B. der Waschbären, welche enorme Schäden u.a. in der Singvogelpopulation anrichten. Die Einbürgerung ist total aus dem Ruder gelaufen. 

 

Unverständnis herrscht in den Jagdgenossenschaften und der Jägerschaft über die unkontrollierte Ausbreitung des Wolfes, des Luchses und der Biber. Biodiversität ja, aber in unserer zivilisierten Gesellschaft nicht unkontrolliert und verbunden mit hohen Schäden für die Landnutzer. Die Euphorie, die bei den politischen Entscheidungsträgern und Umweltverbänden bei der Wiederansiedlung des Wolfes vorherrscht, ist nicht nachzuvollziehen. Wer meint, dass Deutschland 440 Wolfsrudel verträgt und Millionenbeträge für ein Wolfsmonitoring bzw. Kompetenzzentren ausgibt, handelt verantwortungslos, nicht nur gegenüber den Weidetierhaltern sondern auch der Bevölkerung im ländlichen Raum. Der Wolf ist europaweit nicht vom Aussterben bedroht und muss durch geeignete Jagd- und Fangmethoden reguliert werden. Sachsen-Anhalt ist die viehärmste Region Deutschlands und wir müssen all denen dankbar sein, die noch Schaf- und Rinderhaltung betreiben bzw. Gatterwild halten und damit unsere Kulturlandschaft pflegen.

 

Wir sagen es ganz unmissverständlich: der Wolf gehört ins Jagdrecht und muss auf dünn besiedelte Gebiete, wie z.B. Tagebaustandorte und Truppenübungsplätze zurückgedrängt werden. Wer von einer Erfolgsgeschichte bei der Wiederansiedlung des Wolfes spricht, muss sich auch der Konsequenzen bewusst sein, die die ungehinderte Ausbreitung nach sich zieht. Für die Weidetierhalter ist es eine Zumutung, sich anhören zu müssen, dass nicht die Ausbreitung des Wolfes das Problem ist, sondern der Schutz der Schaf- und Rinderherden. In anderen europäischen Mitgliedsstaaten werden Wölfe bejagt und der Schutz der Weidetiere steht im Mittelpunkt.

 

Die unkontrollierte Ausbreitung des Luchses wird auch verheerende Folgen haben. So waren für die Harzregion in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 30 Luchse konzipiert – 90 bis 100 Tiere werden inzwischen schon vom Luchsbeauftragten zugegeben, während kompetente Vertreter der Jägerschaft von mindestens 150 Tieren sprechen. Das nächste Beispiel ist der rigorose Schutz der Biber. Auch hier gerät die Population außer Kontrolle und die Schäden in gewässernahen Gebieten sind durch Kommunen, Waldbesitzer und Landwirte kaum noch zu regulieren.

 

Kontrollierte Eingriffe in Wildbestände haben sich immer bewährt und bleiben auch in Zukunft ein probates Mittel bei der Reduzierung der Wildschäden, der Sicherung der Artenvielfalt und dem Erhalt unserer Kulturlandschaft. Wir sagen auch ganz deutlich, dass die immensen finanziellen Mittel, die zur Sicherung dieser Arten ausgegeben werden nicht zu verantworten sind. Biotopgestaltung für Hase, Fasan und Rebhuhn müsste im Vordergrund stehen , weil dadurch Biodiversität in Flora und Fauna in unserer interessanten Kulturlandschaft gesichert werden kann.

 

 

Halberstadt, 27.Januar 2017

IST DIE WASCHBÄRPOPULATION NOCH BEHERRSCHBAR ?

Von weitsichtigen Naturschützern, Bodeneigentümern und Jägern wird ständig die Frage aufgeworfen, wie die rasante Entwicklung der Waschbärpopulation aufgehalten werden kann.

Die Vogelpopulation - einschließlich der Wasservögel - wird durch die Nesträuberei der "Neubürger" stark dezimiert. Hinzu kommt, dass es noch viele sogenannte Tierschützer gibt, die Waschbären, Füchse u.s.w. auf ihren Grundstücken und anderswo anfüttern, sie somit noch intensiv hegen.

DAS IST FALSCH VERSTANDENE TIERLIEBE !

Es ist an der Zeit, dass die Politik Maßnahmen zur intensiven Reduzierung der Waschbärpopulation ergreift. Abschuss- und Fangprämien könnten z.B. solche Maßnahmen sein. Abzuwarten bleibt, ob dies ausreichend wäre.

Eine Sterilisation unter Einsatz von Ködern wäre sicherlich auch eine Möglichkeit.

In jedem Fall besteht aus unserer Sicht dringendster Handlungsbedarf, um die biologische Vielfalt in der Vogelpopulation nicht weiter zu gefährden.

AG der JG und EJB S-A

Oktober 2017

STANDPUNKT ZUR SCHWARZWILDBEJAGUNG

Auch im Jahr 2017 haben die Schwarzwildschäden in den landwirtschaftlichen Kulturen in Sachsen-Anhalt beinahe flächendeckend zugenommen. Besonders betroffen waren die Rapsflächen, der Weizen und die Maisbestände.

Trotz der Anlage von Schutzschneisen konnte nicht wesentlich nachhaltig in die Schwarzwildpopulation eingegriffen werden.

Nach unseren Informationen wurden die sogenannten Erntejagden nicht immer akribisch vorbereitet und die Waffen kamen teilweise in der Nähe von Erntemaschinen und Transportfahrzeugen zum Einsatz.

Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, vom Einsatz der Waffen auf den Ernteflächen zukünftig Abstand zu nehmen und die Bejagung des Schwarzwildes auf Rückwechseln vorzunehmen.

Bei guter Organisation und in Kenntnis der Revierverhältnisse sind nach mehrheitlichen Erfahrungen die gleichen Jagdstrecken zu erzielen - vor allem aber ist die Sicherheit für alle Beteiligten besser gewährleistet.

Es gibt immer wieder Informationen, dass durch fahrlässiges Verhalten auf den Ernteflächen die Gefährdung der an der Ernte beteiligten Personen zugenommen hat.                          SICHERHEIT GEHT VOR JAGDERFOLG !

Der Vorstand unserer Arbeitsgemeinschaft empfiehlt, in den Wintermonaten das Schwarzwild in den Wintereinständen intensiv zu bejagen. Die Gefahr der Schweinepest ist nicht gebannt.

Bewährt hat sich in einigen Bundesländern eine revierübergreifende Schwarzwildbejagung durch Ansitzdrückjagden. Dazu bedarf es allerdings einer akribischen Organisation und einer guten Zusammenarbeit der jeweiligen Revierinhaber.

Nur durch eine Zunahme der Bewegungsjagden in den Wintermonaten wird man der massiven Populationsentwicklung des Schwarzwildes entgegenwirken können.

AG der JG und EJB S-A

Oktober 2017

Ergebnis der Petition "Kein Schutzstatus mehr für Wolf und Luchs, sondern Aufnahme ins Jagdrecht"

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Wiedereinbürgerung des Wolfes ist offensichtlich von Erfolg gekrönt!

Gegen eine vertretbare Wolfspopulation in dünn besiedelten Gebieten ist sicher auch nichts einzuwenden, allerdings wird die Euphorie von Umwelt- bzw. Naturschutzverbänden von breiten Kreisen der Bevölkerung sehr kritisch gesehen.
Der Populationsdruck durch die zunehmende Zahl an Wolfsrudeln führt vor allen Dingen in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu einer Verunsicherung, hauptsächlich bei Nutztierhaltern u. breiten Kreisen der Jägerschaft.

Das absolute Unterschutzstellen der Wölfe kann nicht nachvollzogen werden und es ist nicht hinnehmbar, dass aus Steuergeldern auftretende Schäden beglichen werden.

Die Verbreitung der Wölfe in dicht besiedelte Regionen scheint vorprogrammiert. Niemand kann heute sagen, wie das Verhalten der Wolfsrudel oder auch von Einzeltieren in diesen Gebieten geprägt wird.

Der Eingriff durch die Wölfe in die Schalenwildbestände wird von den Jagdausübungsberechtigten und vor allen Dingen den Jagdrechtsinhabern (Bodeneigentümer) sehr kritisch gesehen. Das Sozialverhalten der Schalenwildarten, wie Rot-, Muffel-, Damm- und Rehwild verändert sich zunehmend. Es kommt zu Großrudelbildung. Die Auswirkungen zeigen sich in zunehmenden Maße durch den Anstieg der Wildschäden im Wald und in den Feldbeständen. Auch der Einfluss des Luchses auf die Schalenwildbestände, besonders auf das Muffelwild im Harz, zeigt die gleichen Symptome. Dies sind Bestandsreduzierung, Großrudelbildung und völlig neue Verhaltensmuster zur Lammzeit.

Die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Sachsen-Anhalt ist nicht gegen die Wiedereinbürgerung von Wölfen und Luchsen. Wir warnen aber vor einer offensichtlich unkontrollierten Ausbreitung dieser Wildarten.

Wir fordern deshalb die Aufhebung des Schutzstatus des Wolfes und eine kontrollierte Bejagung der Wölfe und des Luchses.

Es ist bekannt, dass in den skandinavischen Ländern, im Baltikum, in Polen und auch in Russland der Wolf gezielt bejagt werden kann und auch die Bestände beim Luchs durch Fang oder Bejagung mit der Waffe reguliert werden.

Es sei noch einmal wiederholt: Niemand kann heute sagen, wie die Wölfe sich verhalten, wenn sie sich in dicht besiedelten Gebieten weiter ausbreiten.

Bisher wurden kritische Stimmen aus Bürgerinitiativen, aus der Jägerschaft, der Bodeneigentümer und den Bauernverbänden nicht ernst genommen oder schlicht und ergreifend bewusst überhört.

Eine Regulierung der so genannten Neubürger bzw. wieder eingebürgerten Wildarten erscheint zwingend notwendig.

Aus diesem Grund veranlassten wir eine entsprechende Petition, welche mit 2300 befürwortetenden Unterschriften zunächst beendet wurde. Diese Unterschriftenlisten übergaben die Vorstandsmitglieder unserer AG am 13. April 2014 dem zuständigen Minister, Herrn Dr. Aeickens. In einem sehr intensiven Gespräch wurde das Für und Wider beraten. Der Minister machte deutlich, dass deutschlandweit der politische Wille vorhanden ist, den Wolf anzusiedeln. Es müssen, seiner Meinung nach, für die gesamte Bundesrepublik einheitliche Regelungen geschaffen werden. Unsere Initiative hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Bundesarbeitsgemeinschaft am 14. und 15. April 2015 die forderung erhoben hat, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Wir sind uns sicher darin einig, dass auf deutscher und europäischer Ebene noch "dicke Bretter" gebohrt werden müssen, um in absehbarer Zeit unsere Forderung durchsetzen zu können. Weiterhin wird also durch die Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer eine breite öffentliche Unterstützung benötigt, um unser berechtigtes Anliegen per Gesetz zu erreichen. 

Übergabe der Unterschriften an Minister Dr. Aeickens

Hier finden Sie uns

AG d. Jagdgenossenschaften u.

Eigenjagdbesitzer

Sachsen-Anhalt
Jägerstraße 23
38820 Halberstadt

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